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 Systemphysiologie des Lernens

Prof. Dr. Frank Ohl

Head:

Prof. Dr. Frank Ohl

Abteilung Systemphysiologie
Leibniz-Institut für Neurobiologie
Brenneckestraße 6
39118 Magdeburg
Deutschland
Telefon: +49-391-6263-95481
Fax: +49-391-6263-95489
E-Mail:

 

Überblick

Die neue Abteilung Systemphysiologie des Lernens wurde im Februar 2011 gegründet und ist aus der ehemaligen Forschergruppe Neuroprothesen des LIN hervorgegangen. In der Abteilung werden die neuronalen Grundlagen verschiedener Formen und Phänomene des Lernens untersucht. Ein besonderer Fokus liegt hierbei auf der sogenannten systemphysiologischen Ebene, also der Ebene neuronaler Netzwerke und miteinander interagierenden Hirnsysteme. Dies ist die Ebene, auf der sich vor allem die integrativen Leistungen des Gehirns, wie z.B. Informationsintegration (SFB TRR 31), Motivations- und Handlungssteuerung (SFB 779), Reizbewertung und Bedeutungszuweisung (SFB TRR 62), sowie kognitive Phänomene wie Abstraktion, Kategorienlernen und Konzeptbildung mechanistisch verstehen lassen. Hieraus ergeben sich diverse Anwendungsaspekte unserer Forschung, vor allem zur Entwicklung corticaler sensorischer Neuroprothesen und zum Design von Unterstützungs-Strategien für Lernen und Gedächtnis.

Unsere Forschung wird an verschiedenen Spezies (Wüstenrennmäusen, Mäusen, Ratten und Menschen), je nach spezifischer Eignung für ein gegebenes Forschungsprojekt, durchgeführt. Typischerweise kombinieren unsere Forschungsansätze Verhaltens- und psychophysikalische Studien mit (1) der gleichzeitigen Aufzeichnung neuronaler Aktivität durch elektrophysiologische Methoden (Einzelzell-Ableitung, Zell-Assembly-Ableitung, Elektrocorticographie, EEG) oder optische Methoden (Aufzeichnung spannungsabhängiger Farbstoffe), (2) der gezielten Beeinflussung von neuronalen und/oder Verhaltensprozessen (z.B. durch pharmakologische Intervention oder reversible Läsionen), und (3) intracerebraler elektrischer Mikrostimulation. Durch diesen 3-fachen Ansatz werden über rein korrelative Aussagen über die Beziehung zwischen psychologischen Prozessen des Lernens und der Kognition einerseits und korrespondierenden neuronalen Prozessen andererseits hinaus auch kausale Erklärungen unter Angabe der notwendigen und hinreichenden neuronalen Bedingungen für Verhalten und Kognition möglich.
 

letzte Aktualisierung: 2015-07-14 Fehler melden Seite drucken