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2008 - Die Mathematik der Synapsen
Ein Pakt zwischen Neurobiologie und Mathematik: Innovatives Projekt soll mit 800.000 Euro gefördert werden
Nervenzellen sind enorm komplex: nur wenige Mikrometer groß, aber mit Tausenden von Synapsen-Kontaktstellen zu Nachbarzellen ausgestattet, sind sie ständig beschäftigt, Informationen zu filtern, zu verarbeiten, neu zu kombinieren oder zu löschen. Ihr Handwerkszeug dabei: zig Tausend kleiner Moleküle, Proteine und Botenstoffe, die wie in einem maschinellen Räderwerk ineinandergreifen, sich gegenseitig beeinflussen und die Nervenzelle zur Arbeit treiben.

Der Neurobiologe Eckart Gundelfinger, Leiter der Abteilung Neurochemie und Molekularbiologie am IfN, und der Mathematiker Robert Weißmantel von der Otto-von-Guericke-Universität wollen nun gemeinsam ein ungewöhnliches Projekt in Angriff nehmen: sie suchen nach mathematischen Algorithmen, mit denen man das scheinbare Chaos dieser vielen parallel ablaufenden Prozesse in so einer Nervenzelle modellieren und beschreiben kann, um seine Dynamik zu erfassen - die Mathematik der Synapsen. Das ist eine Herausforderung für beide Seiten: die Neurobiologen müssen ihre vielen Einzelbefunde in eine mathematisch erfassbare abstrakte Form bringen, und die Mathematiker müssen sich auf das enorm komplexe Mehrkomponenten-System Neuron einlassen - ein echtes wissenschaftliches Abenteuer.

Diese Projekt soll nun im Rahmen des "Paktes für Forschung und Innovation" mit mehr als einer Dreiviertel Million Euro für 3 Jahre gefördert werden - die endgültige Entscheidung hierüber fällt die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz im April.

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