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2008 - Alzheimer: Hoffnung auf Heilung?
Wie "Nature Medicine" berichtet, haben Wissenschaftler aus Magdeburg, Halle und Leipzig erfolgreich einen neuen Ansatz zur Behandlung von Alzheimer getestet.
Wie MDR INFO berichtet, entwickelten Forscher um den Biochemiker Hans-Ulrich Demuth aus Halle einen Wirkstoff, der die Krankheit stark verlangsamen und sogar stoppen kann.

"Wir halten das für einen Durchbruch", sagte Demuth bei MDR INFO. Zumindest im Tierversuch habe man die Alzheimer-Symptome so behandelt, dass man fast von Heilung sprechen könne. Nach Angaben von Steffen Roßner vom Paul-Flechsig-Institut für Neuroanatomie der Universität Leipzig baute das Mittel in den Tests die alzheimertypischen Ablagerungen im Gehirn um 80 Prozent ab. "Das heißt, wir konnten mit den giftigen Ablagerungen gleich alle anderen Ablagerungen mit verringern."

Wie Dirk Montag vom Leibniz-Institut für Neurobiologie in Magdeburg berichtete, zeigte der Wirkstoff außerdem keine Nebenwirkungen. Vielmehr seien die Gedächtnisleistungen im Vergleich zu den unbehandelten Kontrolltieren gestiegen. Dies sei im Rahmen eines relativ schlecht lernenden Tiermodells ein "phänomenales Ergebnis".

Die Wissenschaftler hatten die alzheimertypischen Ablagerungen in den Gehirnzellen untersucht. Dabei entdeckten sie ein bis jetzt unbekanntes Enzym, das den besonders gefährlichen Teil der Ablagerungen verursacht, die letztlich zum Absterben der Zellen führen. Die Forscher entwickelten schließlich einen Wirkstoff, der genau dieses Enzym blockiert. Damit wurden weitere Ablagerungen verhindert und die bestehenden sogar reduziert.

Erkrankte profitieren aber noch nicht von dem neuen Mittel. Die Forscher der Halleschen Biotechnologie-Firma Probiodrug AG in Zusammenarbeit mit den Universitäten Halle und Leipzig sowie dem Magdeburger Leibniz-Institut für Neurobiologie rechnen frühestens in fünf bis sechs Jahren mit einem Mittel, das bei Menschen eingesetzt werden kann. Demuth zufolge wird die "Generation, die heute 30, 40, 50 Jahre alt ist, definitiv etwas von dieser Entwicklung haben."

(Quelle: mdr.de)

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