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2011 - Vorrundenaus für Magdeburger Exzellenzbewerbung
Jetzt erst recht - Magdeburger Wissenschaftler wollen Ziele des geplanten Exzellenzclusters ‚explain’ auch ohne Zuschlag aus Bonn erreichen
Das Leibniz-Institut für Neurobiologie (LIN) hatte sich gemeinsam mit dem Max-Planck-Institut für Dynamik komplexer technischer Systeme (MPI) und dem Deutschen Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) an der Bewerbung der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg (OVGU) bei der dritten Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder beteiligt und im September 2010 eine Projektskizze für die Einrichtung eines Exzellenzclusters bei der Deutschen Forschungs¬gemeinschaft (DFG) eingereicht. Bereits bestehende Spitzen¬forschung auf den Gebieten der Neurowissenschaften und der Immunologie sollte künftig in einem Exzellenzcluster gebündelt werden, um neue Erkenntnisse in den Bereichen der Hirnforschung und Entzündungsforschung zu gewinnen. Im harten bundesweiten Wettbewerb mit 64 renommierten deutschen Universitäten, die insgesamt 227 Antragsskizzen bei der DFG abgaben, war die Magdeburger Initiative leider nicht unter denen, die zur Einreichung eines kompletten Förderantrages aufgefordert wurden.

„Jetzt erst recht!“ war die erste Reaktion der an der Koordination der Initiative Beteiligten. Die Arbeit an der Skizze hat gezeigt, welches Forschungspotential in der OVGU und ihren außeruniversitären Partnern steckt. An der Vorbereitung der Skizze haben sich weit mehr als die 25 von der DFG zugelassenen und im Antrag aufgeführten Wissenschaftler beteiligt. Universitätsleitung, Land und außeruniversitäre Einrichtungen haben in enger Zusammen¬arbeit ein Zukunftskonzept für den Wissenschafts¬standort Magdeburg entwickelt, welches auch ohne die Unterstützung aus dem Exzellenztopf des Bundes in großen Teilen umgesetzt werden kann. Das bei der Planung von ‚explain’ entstandene Momentum soll nun genutzt werden, die OVGU, die Wissenschaftsstadt Magdeburg und das Land Sachsen-Anhalt zukunftsfähig zu machen.

Der Name ‚explain’ war als Acronym für die Schlüsselworte der Initiative, nämlich Exzellenzcluster, Plastizität, Adaptivität und Individualität, gedacht. ‚explain’ ist aber auch das englische Wort für ‚erklären’, und das ist es, was die beteiligten Wissenschaftler vorhaben: nämlich erklären zu wollen, wie so unterschiedliche Systeme des Körpers wie das Nerven- und das Immunsystem im steten Austausch mit der Umwelt zu ganz individuellen Verhaltensmustern und Krankheitsausprägungen beitragen.

Die Basis für diese Forschungen bilden die an der OVGU etablierten und vom WZW geförderten Forschungszentren ‚Center for Behavioral Brain Sciences’ (CBBS) und ‚Center for Dynamic Systems’ (CDS), welche seit 2007 systematisch zur Schwerpunktbildung und Bündelung von Ressourcen in Magdeburg aufgebaut wurden.

Die Thematik individueller Handlungs- oder Krankheitsmuster wird die ‚explain’-Initiative auch in der Zukunft zu einem Kristallisationspunkt der medizinischen und technologie¬orientierten (Mensch-Maschine-Interaktion) Grundlagen- und angewandten Forschung in Sachsen-Anhalt machen. So bietet ‚explain’, KMUs aus dem gesamten Einzugsbereich vielfältige Andockmöglichkeiten (Forschung, Technologietransfer, Mitarbeiterausbildung). Individuelle immunologische Reaktionen im Rahmen bakterieller und viraler Infektionen werden in enger Kooperation mit dem Helmholtz-Zentrum in Braunschweig (HZI) untersucht. Zur Thematik individuellen Alterns ist mit dem DZNE Magdeburg bereits ein starker Partner mit im Boot.

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last update: 2013-02-08 report a bug print this page