Infos für Doktoranden

Derzeit arbeiten etwa 40 Doktoranden am LIN. Der Doktortitel wird durch die Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg vergeben. Weitere Informationen zur Einschreibung gibt es auf der Website der OVGU.

 

Promotion zum Dr. rer. nat.

Am LIN gibt es ein strukturiertes PhD-Programm. In PhD-Agreements werden die Rechte und Pflichten von Doktoranden und Betreuern geregelt: vom Mentoring bis zur fest vereinbarten und transparenten Vergütung. Thesis Committees beraten die Doktoranden und begleiten die Projekte, die von den Doktoranden in Research Proposals mitgestaltet werden können.


 

Promotion zum Dr. med.

Wir bieten für besonders motivierte Studierende der Humanmedizin die Möglichkeit einer Promotion im wissenschaftlichen Bereich. Durch die gute Betreuungssituation am LIN und die Auswahl interessanter medizinischer Themen können die Doktoranden eigene Projekte bearbeiten – gutes Zeitmanagement vorausgesetzt.

PhD-Vertreter

Die von den Doktoranden gewählten PhD-Representatives vertreten die Interessen aller Promovenden. Sie machen den Start am LIN so einfach wie möglich zu machen. Egal ob bei Hilfe im Labor oder bei Fragen zur Promotion, sie stehen als Ansprechpartner jederzeit zur Verfügung. Auch die von ihnen organisierten Social Events sind echte Highlights.

Erreichbar sind unsere PhD-Representatives per E-Mail unter: phd.representatives(at)lin-magdeburg.de.


 

Promotion am Standort Magdeburg

Unter dem Dach der Otto-von-Guericke Graduate Academy gibt es zahlreiche Weiterbildungsangebote. Außerdem ist es möglich, an Mentoringprogrammen und Netzwerktreffen teilzunehmen. Speziell für die Neurowissenschaften wurde das CBBS-Graduiertenprogramm ins Leben gerufen, in dem über 100 Promovenden mitmachen.

 

Das erzählen Doktoranden am LIN über ihre Promotion:

Wie bist du ans LIN gekommen?
Nach meinem Bachelor in Psychologie in den USA wollte ich gern in Deutschland weiter studieren und wurde für den Master “Integrative Neuroscience“ an der OVGU angenommen. Von da an war ich fasziniert, wie sich Netzwerke im Gehirn ständig ausbalancieren und bin nun in der AG CortXplorer.

Woran arbeitest du gerade?
Mit Hilfe von Optogenetik schaue ich, wie sich Calciumkanäle in den Synapsen im Auditory Cortex verhalten – dem Hirnbereich, der akustische Reize verarbeitet. Durch Licht können wir die Calciumkanäle gezielt ansteuern. Sie öffnen sich dann und alles, was in der Synapse gespeichert ist, wird kontinuierlich freigegeben. Die Synapse ist somit eindeutig bestimmbar.

Wofür kann das nützlich sein?
Optogenetik hilft uns, die grundlegenden Mechanismen und Netzwerkverschaltungen im Auditory Cortex zu untersuchen und den Einfluss von Calcium in den Synapsen der Nervenzellen zu bestimmen. Wir können so herausfinden, welche Rolle spezifische Zellen und Hirnbereiche beim akustischen Lernen spielen.

Wie bist du ans LIN gekommen?
Nach meinem Masterstudium in Tübingen habe ich mich nach einem interessanten Projekt für meine Doktorarbeit umgeschaut. Außerdem war es mir wichtig, möglichst viele neue Techniken lernen zu können. Wegen der guten Bedingungen fiel meine Wahl schließlich auf das LIN.

Woran arbeitest du gerade?
Ich arbeite in der Forschungsgruppe Neuroplastizität und untersuche Transportmechanismen von Signalproteinen in Neuronen. Um die Proteine sichtbar zu machen, kopple ich sie mit einem weiteren Protein, das fluoreszieren kann und somit detektierbar ist. Dann schaue ich mir unter dem Mikroskop an, wie sie sich zusammen bewegen.

Wofür kann das nützlich sein?
Neurone stehen im ständigen Kontakt mit ihrer Umgebung – sie empfangen verschiedene Signale und müssen sich manchmal anpassen, um neuen Anforderungen gerecht zu werden. Bei vielen neurologischen und psychiatrischen Krankheiten funktioniert das allerdings nicht mehr richtig.

Wie bist du ans LIN gekommen?
Nach meinem Masterabschluss in Neuropsychologie in Italien habe Ich ein Jahr lang in Deutschland in zwei verschiedenen Gruppen geforscht, bevor ich ans LIN gekommen bin und hier nun in der Forschungsgruppe Neurokognitive Entwicklung promoviere.

Woran arbeitest du gerade?
Ich erforsche, wie Kinder durch Geräusche abgelenkt werden. In meinem letzten Experiment habe ich Kinder im Alter von 7 bis 10 Jahren mit EEG-Haube und Eye-Tracker getestet. Sie haben einen Film geschaut, während ihnen Störgeräusche präsentiert wurden. Uns interessiert zum Beispiel, wie sie sich dabei durch Emotionen ablenken lassen.

Warum erforschst du das?
Die Entwicklung der unwillkürlichen Aufmerksamkeit bei Kindern wurde bisher wenig untersucht, obwohl die Kontrolle von Aufmerksamkeit für viele Lernprozesse notwendig ist. Wir vergleichen außerdem verschiedene Methoden, um Aufmerksamkeit zu untersuchen.

 

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