Am 29. März wurden die Gewinner des Hugo-Junkers-Preises ausgezeichnet. Den 3. Platz in der Kategorie „Innovativste Verfahren der Grundlagenforschung“ belegte ein Team der OVGU und des LIN für die Entwicklung einer Hirnelektrode. Eine solche Elektrode braucht man, um Aktivitäten im Gehirn messen und steuern zu können.

Die „Magdeburger Elektrode“ basiert im Wesentlichen auf der flexiblen nano-Fertigung und Verwendung von Hirnelektroden. Bei Messungen wird das Signal mit jeder Elektrode an verschiedenen Positionen gleichzeitig abgegriffen. Durch das Design und das verwendete Material kommt es weder zu Blutungen, noch zu Schäden im betroffenen Hirnareal und somit im weiteren Verlauf nicht zu entzündlichen Reaktionen oder Narbenbildung.

Das Vorhaben stellt eine fundamentale Änderung im Bereich der Neurowissenschaften dar, wodurch langfristig Hirnerkrankungen wie Alzheimer, Parkinson oder Epilepsie besser erforscht und behandelt werden können. Erstmals kann ein derartiges System dauerhaft im Hirn verbleiben und ermöglicht so eine Signalerfassung über sehr lange Zeiträume. Dabei kommt es weder zum Verlust der Datenqualität, noch zur Schädigung des Patienten. Einzigartig ist zudem die Menge an Daten, die mit einer Elektrode erfasst werden kann.

 

Weitere Informationen dazu gibt es unter: https://www.hugo-junkers-preis.de/startseite

 

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