Seit dem 9. Januar 2020 ist Prof. Dr. Stefan Remy offiziell der neue Direktor des LIN. Er übernimmt die Nachfolge von Prof. Dr. Eckart Gundelfinger, der das Institut zehn Jahre lang leitete. Zuvor war Prof. Dr. Stefan Remy als Gruppenleiter am Deutschen Zentrum für Neurodegenrative Erkrankungen (DZNE) in Bonn tätig. Der 44-jährige Mediziner und Neurowissenschaftler erforscht die komplexen neuronalen Aktivierungsmuster im Gehirn, die das Verhalten steuern. Prof. Dr. Remy wird zusätzlich die neue Forschungsabteilung „Cellular Neuroscience“ am LIN ansiedeln.

„Ich freue mich sehr auf meine Zeit am LIN. Das Institut ist ein Ort, an dem Erinnerungen sowohl erforscht als auch am Leben gehalten werden. Erinnerungen sind die Bausteine unseres Gedächtnisses und sie machen jeden von uns einzigartig.“, erklärt Prof. Dr. Stefan Remy. „Hier werden wir gemeinsam das Gedächtnis entschlüsseln, neue Wege gehen und die Digitalisierung nutzen, um die Komplexität des Gehirns zu verstehen. Unser Ziel ist es, mit offener und transparenter Wissenschaft den neurowissenschaftlichen Standort Magdeburg nach vorne zu bringen."

Anlässlich der offiziellen Amtseinführung des neuen LIN-Direktors dankte Ministerpräsident Dr. Reiner Haseloff dem scheidenden Direktor Prof. Eckart Gundelfinger für dessen langjährige Arbeit am Institut. „Unter Ihrer Ägide hat das Leibniz-Institut für Neurobiologie die Wissenschaftslandschaft in Sachsen-Anhalt bewegt, geprägt und vorangebracht und dabei auch weit über unser Bundesland hinaus sichtbare und bleibende Impulse gesetzt. Dafür sind wir Ihnen sehr dankbar.“ Seinem Nachfolger, Prof. Stefan Remy, wünschte Haseloff Erfolg und Fortune. „Die Zukunft des Instituts liegt in den Händen eines exzellenten Wissenschaftlers. Dazu kann man dem LIN nur gratulieren. Ich bin mir sicher: Sie werden dem Leibniz-Institut neue Impulse geben und den neurowissenschaftlichen Standort Magdeburg weiter profilieren und ausbauen.

Neben Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Dr. Reiner Haseloff haben auch Magdeburgs Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper, Prof. Dr. Andreas Radbruch, Direktor des Leibniz-Institutes für Rheumaforschung Berlin, und Prof. Dr. Jens Strackeljan, Rektor der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, Grußworte gehalten. Die Würdigung des scheidenden Direktors übernahm Prof. Dr. Volker Haucke, Direktor des Leibniz-Institutes für Molekulare Pharmakologie Berlin.

„Ich bin sehr glücklich darüber, dass wir mit Prof. Dr. Stefan Remy einen hervorragenden Wissenschaftler als neuen Leiter gewonnen haben, der nicht nur hochaktuelle Schwerpunkte im Bereich der Lern- und Gedächtnisforschung setzt und am LIN ansiedelt, sondern der auch moderne Konzepte mitbringt, das Institut zu führen“, resümierte Prof. Dr. Eckart Gundelfinger.

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